das 95 Kilo Monster läuft!

Juhuuuu!

heute habe ich die erste Probefahrt (50 km) hinter mir und ich muss sagen, mein Grinsen geht vom linken Ohr bis zum rechten Ohr!

Am Samstag hatte ich noch den Auspuff angeschraubt und die Elektrik vervollständigt, sowie Öl aufgefüllt. Die Zündung habe ich erst mal nach der statischen Methode eingestellt. In nächster Zeit muss die Zündung noch abgeblitzt werden.

Die Muttern für das hintere Kettenrad hat mir ein Mitglied aus dem Honda-Board zukommen lassen. Herzlichen Dank dafür! Diese Muttern also auch gleich verbaut.

Dann den Motor mit dem Anlasser und ohne Zündkerzen drehen lassen –  Etwas mulmig war mir dabei schon. Gott sei Dank ist die Öl-Kontrolleuchte nach dem 4. Versuch erloschen. Der Öldruck baut sich also auf, das ist schon mal sie halbe Miete.

Am heutigen Sonntag dann noch das Luftfiltergehäuse und die Vergaserbank angeschraubt, neues Benzin in den Tank und Benzinhahn geöffnet. Die Überlaufschläuche der Vergaser habe ich dabei erst mal so gelegt, dass ich diese gut im Blick hatte. An den Vergasern habe ich in der Zwischenzeit nichts gemacht und in dem Zustand verbaut wie ich sie im Herbst 2011 abgeschraubt hatte. Ich dachte mir, falls der Motor nicht will, dann ist das eine Fehlerquelle weniger – hat ja vorher auch funktioniert.

Aus den Überläufen kam kein Benzin, das bedeutet, dass die Schwimmerkammern schon mal dicht halten. Trotzdem roch es nach Benzin und tropfte zwischen den Vergasern auf meinen neu lackierten Motor, was dort auch gleich Spuren hinterlassen hat, weil der Lack ja noch nicht eingebrannt ist. So ein Ärger!

Das Leck war schnell gefunden – das Verbindungsrohr der Benzinzufuhr zwischen Vergaser 1 und 2 ist der Übeltäter. Bleibt also nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass die Dichtungen durch das Benzin wieder aufquellen und vorerst wieder dicht werden, oder gleich die ganze Vergaserbank wieder ausbauen und die große Vergaser-Renovierung zu starten.

Sei’s drum – bei geschlossenem Benzinhahn habe ich den ersten Startversuch dann doch wagen wollen. Die Ehre gebührte meiner Tochter. Nun denn – Choke gezogen, Startknopf gedrückt und sofort, nach der ersten Umdrehung ist der Motor angesprungen. Das hätte ich so nicht erwartet! Mein renovierter Anlasser zieht durch, als ob es nichts wäre, was er bewegen muss. Die Lichtmaschine liefert genügend Spannung, damit die Batterie am Leben gehalten werden kann.

Also Helm auf und die erste Installationsrunde (den Benzinhahn immer mal wieder kurz geöffnet…) um den Häuserblock. Das Getriebe lässt sich einwandfrei schalten und die Kupplung trennt sauber. Bis auf die Vergaserinkontinenz bis dahin also ein voller Erfolg 🙂

Nach ein paar Stunden habe ich den Benzinhahn dann nochmal geöffnet und der Vergaser schien nun dicht zu sein. Noch ein bisschen gewartet und dann bin ich doch noch zu meiner ersten Probefahrt aufgebrochen. Herrlich, der Motor läuft bereits jetzt erstaunlich weich und hängt gut am Gas. Von der Kupplung ist auch nichts mehr zu hören – kein geklappere, einfach nichts mehr.

Wenn ich alle Einstellarbeiten (Zündung kontrollieren, Vergaser einstellen und synchronisieren) noch durchgeführt habe, wird das echt traumhaft.

Motor von links
Motor von vorn
Motor von rechts

Auch Dank der Unterstützung und dem Rat der Member aus dem Boldor Board und dem Honda-Board ist die Sache so gut gelaufen und ich konnte viel Neues dazulernen. Nochmals herzlichen dank an die Bolle-Fraktion!

Auf unbeschwerte und unfallfreie Kilometer

LG  Kurt