Elektrisches (der Anlasser)

Weil ich im Moment am eigentlichen Motor sowieso nichts machen kann, habe ich mich erst mal anderen wichtigen Teilen zugewandt.

So habe ich den Anlasser komplett zerlegt und wieder aufgearbeitet. War auch gut so, denn das Kugellager auf der Achse des Ankers war defekt. Also das Kugellager getauscht, dann gleich die Wicklungsenden am Kommutator nachgelötet. Diesen dann auf der Drehbank eines Bekannten (danke Jürgen!) abgedreht. Und weil wir gerade an der Drehbank zugange waren, auch noch gleich den Rotor der Lichtmaschine entsprechend bearbeitet. Die Kupfer-Schleifflächen sahen doch sehr mitgenommen aus und hatten teilweise tiefe Krater. Jetzt sieht alles wieder sehr gut aus. Auch die elektischen Messwerte sind gut.

Der Anlasser wurde zuhause schön sauber gemacht. Dabei gleich die Einbrennstellen an den Auflageflächen von Anlassergehäuse, Bürstenhalter und hinterer Abdeckung beseitigt. Damit sollten die elektrischen Übergangswiderstände minimal sein und der Anlasser mit neuen Kohlen wieder richtig Kraft haben. Da fließen doch einige Ampere…
Ich hatte mir auch überlegt, ob ich eine extra Masseverbindung von der ‚Massekohle‘ zum Anlassergehäuse lege, damit die Auflageflächen nicht wieder mit der Zeit einbrennen. Ich habe es dann jedoch gelassen – das kann ich später mit geringem Aufwand immer noch tun.

So sieht jetzt mein überarbeiteter Anlasser aus:

Anlasser- Rückseite

Anlasser von vorne

Kann sich doch sehen lassen, oder?

 

Ach ja, weil ich beim zerlegen die Schraubenköpfe verhunzt hatte, habe ich gleich Inbusschrauben (M5x150mm) aus Edelstahl verbaut. Diese Schrauben sollten von der Zugfestigkeit in diesem Bereich genügen. Wir werden sehen…