habe fertig…

naja, wie man’s nimmt.

In Sachen Motor hat sich einiges getan und der hängt seit diesem Wochenende auch wieder im Rahmen.

Motor wieder im Rahmen

Ich habe mich dann doch dazu entschlossen, den Motor zuerst zusammen zu bauen und dann erst zu lackieren. Damit wollte ich verhindern, dass beim Zusammenbau der neue Lack eventuell beschädigt wird.

Bevor es soweit war, musste ich noch etliche Kleinigkeiten erledigen.

Die Ventile im Zylinderkopf habe ich mit meiner bewährten ‚Federpresse‘ wieder eingebaut.

bewährte ‚Federpresse‘

 

 

 

Zum Schutz der Führungen der Tassenstößel habe ich mir diesmal einen Streifen aus einer Kunststoffverpackung zurechtgeschnitten und in die Bohrung gelegt.

Damit waren alle 16 Ventile schnell und bequem eingebaut.

Schutz der Tassenstößelbohrung

Man sollte in der Euphorie nur darauf achten, dass man Einlass- und Auslassventile nicht verwechselt. Das ist mir nämlich passiert und ich habe es erst bemerkt, als schon einige eingebaut waren. Also nicht zur Strafe nur zur Übung…..

 

Noch schnell die Stehbolzen eingeschraubt, und schon kann mit der Montage des Zylinders begonnen werden.

Motorblock mit Stehbolzen

 Ich habe mich dazu entschieden, zuerst die Kolben in den Zylinder einzuführen und danach erst, beim aufsetzen des Zylinders auf das Motorgehäuse, die Kolben mit den Pleuel zu verbinden. Weil ich keine Zange zum zusammendrücken der Kolbenringe zur Hand habe, bastelte ich mir aus einer Metalldose und Kabelbinder adäquaten Ersatz.

Die Kolben waren leicht und schnell im Zylinder, nur bei der Montage des Zylinders auf das Motorgehäuse ist das Verbinden der Kolben mit den Pleuel mittels der Kolbenbolzen und den Sicherungsringen eine ziemliche Frickelei. Man muss vor allem aufpassen, dass nichts ins Kurbelgehäuse fällt…

…ohne Worte
Kolbenringspannbandhilfskonstruktion 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Glück ist alles gut gegangen und ich konnte den Zylinderkopf aufsetzen und die Nockenwellen einbauen. So, noch alles in neue Farbe getaucht und fertig!

Montage beendet, das Ergebnis…
…kann sich sehen lassen.

Durch die Bearbeitung der Ventilsitze im Zylinderkopf muss das Ventilspiel auf jeden Fall neu eingestellt werden. Die Ventile sitzen nun tiefer in den Ventilsitzen, so dass die bisherigen Shims (Einstellbeilegescheiben) allesamt zu dick sind und die Nocken nun auf den Tassenstößel aufstehen. Also Null Ventilspiel! Honda gibt 0,08mm vor. So habe ich mir erst mal das dünnste, von Honda verfügbare Shim bestellt, damit ich mit der Fühlerlehre später den Abstand zwischen Nocken und Tassenstößel messen und das erforderliche Shim ermitten kann. Einen ersten Startversuch werde ich erst unternehmen, wenn das Ventilspiel ordnungsgemäß eingestellt ist.

Die Rücktransplantation des Motors in den Rahmen war dank weiterer zupackender Hände und einem fahrbaren Wagenheber eine Sache von wenigen Minuten. Just in Time wurde mir noch das bestellte neue Kettenkit (Antriebsritzel, Kette und Kettenrad) angeliefert, so dass ich das auch noch einbauen wollte. Weil ich kein Freund von Kettenschlössern in der Antriebskette bin, bestellte ich eine geschlossene Kette. Das hat zur Folge, dass ich beim Wechseln der Antriebskette die Hinterradschwinge ausbauen muss. Nachdem ich die Steckachse der Schwingenlagerung mit dem großen Hammer davon überzeugen konnte, ihren seit Jahren angestammten Platz vorübergehend zu verlassen, war die Kette auch gleich an Ort und Stelle. Das Kettenrad am Hinterrad war jedoch wieder ein schwerer Patient. Die Muttern der Stehbolzen, welche das Kettenrad an der Radnabe festhalten, wollten sich partout nicht lösen. Selbst Wärme und dem Einsatz meines Pressluftschraubers wiedersetzten sie sich. Fuchsteufelswild blieb mir nichts anderes übrig, als alle Muttern aufzuschneiden. Selbst dann hatte der Schlagschrauber noch etliche Mühe. Diese Muttern waren wie kaltverschweisst.

Mutter Kettenrad

Letztendlich konnte ich das Kettenrad tauschen, muss mich aber auf die Suche nach Ersatz für die Befestigungsmuttern machen. Da es nun schon sehr spät war, hatte ich auch keine Lust mehr, diese Arie in Bildern zu dokumentieren. Bis die nächste Lieferung mit Kleinteilen bei mir eintrifft, bleibt mir Zeit, weitere Anbauteile wie z.B. den Auspuff herzurichten und zu polieren.

cu Kurt